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Himbeerschnitten Aus Dänemark – #skandinavienwochen

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Gastbeitrag Der Kuchenbäcker

Es ist kein Geheimnis, dass ich, der Kuchenbäcker Skandinavien liebe, nicht zuletzt weil Dänemark sowas wie meine zweite Heimat geworden ist. Als Kind habe ich mit der Familie jede Ferien dort verbracht und seit meine Eltern 1999 im dänischen Nationalpark Thy ein altes Landgut gekauft haben und Deutschland den Rücken kehrten, zieht es mich in den Norden, wann immer ich die Zeit finde.

Dann besuche ich mindestens einmal Schloss Hojriis und gehe auf Mörderjagd.

Ich liebe die Natur, die Nordsee und nicht zuletzt die Ruhe, die die Region bietet, besonders in stressigen Zeiten. Und klar ist es auch immer eine Wohltat, sich von Muttern verköstigen und umsorgen zu lassen.

Genauso wie die Gegend und die Menschen, die für ihre „Hyggeligkeit“ bekannt sind, liebe ich die dänische Backkunst. Zugegeben, sehr süß und mitunter zimtlastig, aber genau so und nicht anders mag ich es.

Als Toni von Antonellas Backblog mir von Ihrem Blogevent „Skandinavien Wochen“ erzählte, war sofort klar, dass ich da was beisteuern muss.

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Ich habe mich für klassische Himbeerschnitten entschieden. Nicht zuletzt, weil mein Neffe Jonas, die so sehr mag, dass ich sie ihm backen muss (darf), wenn immer ich im hohen Norden bin.

An anderer Stelle habe ich schon mal erzählt, dass ich, kaum über die dänische Grenze gefahren, erst einmal an der nächsten „Konditori“ halten muss, und mir eine Himbeerschnitte und ein Erdbeertörtchen kaufe. So als Einstimmung quasi auf die Zeit im Land des Dannebrog.

Das Rezept, welches ich dafür verwende, ist ein uraltes Familienrezept unserer dänischen Nachbarin, eine waschechte „Landwirtin“, die wie keine andere traditionelle dänische Gerichte und Backwerke zubereiten kann. Danke an dieser Stelle für das grandiose Rezept!

Während ich hier so sitze und an die Nordsee und unseren kleinen Hof mit Bonbonmanufaktur denke, dann packt mich die Sehnsucht. Wie gut, dass ich mir schnell eine Himbeerschnitte schnappen kann und mir ein kleines bisschen Dänemark auf der Zunge zergehen lassen kann.

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Rezept: Himbeerschnitten

Für die Himbeerschnitten braucht Ihr:

  • 200g weiche Butter
  • 300g Mehl
  • 50g gemahlene blanchierte Mandeln
  • 150g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei Gr. M

Für die Dekoration:

  • 150 g Puderzucker
  • 2-3 EL Wasser
  • Zuckerstreusel

Für die Füllung:

  • ca. 150 – 200g Himbeerkonfitüre

Zubereitung:

  1. Zunächst die weiche Butter würfeln und mit dem Mehl verkneten.
  2. Dann mischt Ihr den Puderzucker mit dem Vanillezucker, gebt ihn zur Butter-Mehl Mischung, zusammen mit dem Ei, und verknetet alles zu einem glatten Mürbeteig.
  3. In Klarsichtfolie eingeschlagen muss der Teig mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen.
  4. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rollt Ihr den Teig etwa 4-5mm dick aus und stecht, bzw. schneidet Rechtecke von gleicher Größe aus. Legt die Teigrechtecke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Lasst etwas Abstand zwischen den einzelnen Keksen, sie gehen beim Backen etwas auf.
  5. Im vorgeheizten Backofen backen die Kekse auf der mittleren Schiene bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für etwa 10 – 12 Minuten. Die Kekse sollen nicht dunkel werden. Also bevor sie beginnen goldgelb oder goldbraun zu werden, nehmt sie raus.
  6. Wenn die Kekse abgekühlt sind, bereitet Ihr aus Puderzucker und Wasser einen Zuckerguss zu. Bestreicht die Hälfte der Kekse mit dem Zuckerguss und bestreut sie mit Zuckerstreuseln.
  7. Die andere Hälfte der Kekse bestreicht Ihr großzügig mit Himbeerkonfitüre. Wer die Kerne der Himbeeren nicht mag, kann auch Konfitüre ohne Kerne nehmen oder die Konfitüre vorher durch ein Sieb passieren.
  8. Zum Schluss setzt Ihr Ober- und Unterhälfte zusammen.

Für eine feine Note, habe ich das Grundrezept der Nachbarin etwas abgewandelt. Ich habe 50g gemahlene blanchierte Mandeln dazugegeben. Wer das Rezept im Original backen möchte, lässt die Mandeln weg und nimmt stattdessen 350g Mehl.

In meinem Buch „Bake and the City“ findet Ihr übrigens eine Variation der Himbeerschnitten ohne Zucker. Außerdem findet Ihr dort noch weitere dänische Leckereien und auch aus Schweden ist was dabei. Werft doch mal einen Blick rein.

Ich überlege mir jetzt schon mal eine isländische Leckerei, denn ich bin demnächst mit einem weiteren Rezept am Start. Bis dahin verweise ich auf das Blogevent von Antonella und die süßen Leckereien meiner anderen Mitstreiter.

Bis dahin „God fornøjelse“ oder Viel Vergnügen, wie man in Dänemark zu sagen pflegt.

Hier geht’s zum Event…

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2 Comments

  • Reply
    Jule vom Crafty Neighbours Club
    25. September 2016 at 20:15

    Lieber Tobi,

    deine Geschichte liest sich so schön und das Rezept ist ja wirklich einfach nachzubacken. Das werden meine Kinder sicher auch sehr mögen. Herzlichen Dank, tolle Idee. Liebe Grüße, Jule

    • Reply
      Antonella
      25. September 2016 at 21:37

      Gerne! Das ist wirklich super einfach, je nach dem ob man den Blätterteig selber machen möchte.

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